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Historie

1899 bis 1945
1945 bis 1969
1969 bis 1980
1980 bis heute

1899 bis 1945

Aus zwei Zweigen heraus hat sich der öffentliche Personennahverkehr in Reutlingen entwickelt. Einen Zweig stellt die elektrische Straßenbahn dar, die aus der im Jahr 1899 in Betrieb genommenen Lokalbahn zwischen Eningen und Reutlingen hervorgegangen ist. Im Jahr 1912 wurde die elektrische Straßenbahn zwischen Eningen und Betzingen in Betrieb genommen. Im Jahr 1916 kam der Ausbau über den Südbahnhof nach Pfullingen hinzu. 1928 wurde die Linie Reutlingen-Altenburg in Betrieb genommen. Deren Betriebsführung wurde ab 1931 vom Elektrizitätswerk Reutlingen übernommen. 1944 übernahm die Stadt auch die Straßenbahnlinie im Südraum von der Württembergischen Eisenbahngesellschaft, so dass ab diesem Zeitpunkt der Nahverkehr in Reutlingen, einschließlich der Nachbargemeinden, von der Stadt betrieben wurde.

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1945 bis 1969

Während die Straßenbahn auf den Nord-Süd-Verkehr ausgerichtet war, entwickelte sich die Stadt bei ihrer Bautätigkeit nach dem Krieg in Ost-West-Richtung. Die Erschließung dieser neuen Baugebiete durch neue Straßenbahnlinien kam wegen der hohen Kosten nicht in Frage. Es blieb nur die Möglichkeit, diese Gebiete in einem Omnibus- Zubringerverkehr an das Straßenbahnnetz anzuschließen. Diesen Omnibusverkehr richtete die Stadt nicht selbst ein, sondern sie begann eine Kooperation mit der Firma Hogenmüller & Kull, die sich aus der im Jahr 1927 von Herrn Josef Hogenmüller gegründeten Firma herausentwickelt hat. Neben dem Gelegenheitsverkehr führte diese Firma den Berufsverkehr nach Sickenhausen und Degerschlacht durch. Im Jahr 1949 kam der Berufsverkehr nach Sondelfingen und Ohmenhausen hinzu.

Die erste Stadtomnibuslinie wurde am 1. April 1952 vom äußeren Ringelbachgebiet über das Krankenhaus zum Karlsplatz und weiter bis zur Behringstraße in Betrieb genommen. 1954 wurde diese Linie auf die Burgholzsiedlung ausgedehnt. 1957 kam die Bedienung des Neubaugebietes „Voller Brunnen“ hinzu. 1961 wurde die Wildermuthsiedlung an das Stadtomnibusnetz angeschlossen. Wegen der hohen Bebauungsdichte bot sich für die Gartenstadt Orschel-Hagen der Anschluß an das Straßenbahnliniennetz an. Der Abzweig von der Linie Reutlingen-Altenburg aus wurde im Jahr 1964 in Betrieb genommen. Es wurde aber immer deutlicher, dass für weitere Baugebiete nur eine Bedienung mit Omnibussen in Frage kommen kann.

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1969 bis 1980

Um das für Reutlingen wirtschaftlichste und zweckmäßigste Nahverkehrssystem zu entwickeln, wurde ein Nahverkehrsgutachten in Auftrag gegeben, das von Professor Lambert im Jahr 1965 erstattet wurde. Dieses Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass ein Parallelbetrieb von Straßenbahn und Omnibus bei der Größe der Stadt unwirtschaftlich ist und dass sich der Omnibus als beweglicheres und insgesamt gesehen wirtschaftlicheres Nahverkehrsmittel anbietet. Dies führte dazu, dass als erster Zweig der Straßenbahn die Linie nach Betzingen am 1. Januar 1968 eingestellt wurde und dafür im Durchmesserverkehr Omnibusse von Betzingen zur Siedlung Efeu verkehrten.

Von der Kapitalausstattung her war die Privatfirma Hogenmüller & Kull nicht in der Lage, den anstelle der Straßenbahn aufzubauenden Omnibusbetrieb zu tragen. Andererseits sollte diese Firma, deren Betriebsform sich bewährt hatte, erhalten bleiben.

So kam es zur Gründung einer gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft zwischen der Stadt und der Firma Hogenmüller & Kull, die am 1. Oktober 1969 unter der Firma RSV Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft mbH Hogenmüller & Kull Co. KG den Betrieb aufnahm. Die Stadtwerke halten zusammen mit den Anliegergemeinden der früheren Straßenbahn (Stadt Pfullingen, Gemeinde Eningen, Gemeinde Pliezhausen) ein Drittel des Gesellschaftskapitals, während die Familien Hogenmüller und Kull je mit einem Drittel Kapital als Kommanditisten an diesem Unternehmen beteiligt sind. Die vollständige Umstellung auf Busbetrieb wurde dann am 20. Oktober 1974 vollzogen.

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1980 bis heute

Der ÖPNV in Reutlingen wurde über die Jahre Schritt für Schritt verbessert. Zahlreiche Einzelmaßnahmen von der Linienverlängerung über die Ausstattung mit elektronischen Fahrscheindruckern bis hin zur Ausstattung mit moderner Software für Fahr- und Dienstplanung sind nur wenige Beispiele für diese Entwicklung. Die wichtigsten Meilensteine seit dem Jahr 1980 sind:

1989 Neue Linie 10 in Industriegebiet Mark West
1990 Start der Busbeschleunigung
1992 Einführung elektronischer Fahrscheindrucker
1994 Einweihung des neuen zentralen Omnibusbahnhofes „Haltestelle Stadtmitte”
1997 Bau der Busspuren Emil-Adolff-Straße/Rommelsbacher Straße/Alteburgstraße
1998 Einführung eines Rechnergesteuerten Betriebsleitsystem (RBL)
2000 Einführung der Ostadtlinie (Linie 11) – Einführung der Nachtbuslinien „nightline”
2002 Start des Verkehrsverbundes Neckar-Alb-Donau (naldo) mit neuen Fahrscheindruckern, Fahrscheinautomaten, Tarifsystem und neuer Währung (EURO)
2003 Neue Schnellbuslinie „expresso” zum Flughafen Stuttgart
2004 Zulassung des ersten Personenanhängerzuges in Baden Württemberg
2006 Erstmalige Ausbildung Jugendlicher zum Berufskraftfahrer
2008 Klimaneutral mobil mit Blauem Engel und Aufforstung
2009 40 Jahre RSV
Deutschlands Super Azubi von der RSV
2. Platz Innovationspreis ÖPNV des Landes Baden-Württemberg
2010 1. Platz Innovationspreis ÖPNV des Landes Baden-Württemberg
2011 "Busweltmeisterschaft" IRU Bus Excellence Award


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