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12.09.2008: RSV setzt Zeichen im Umweltschutz - Blauer Engel für den Stadtbus und Aufforstung mit Global Woods

Die Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft setzt mit der Beschaffung eines neuen Stadtbusses Zeichen im Umweltschutz.

Mit dem Citaro hat es Mercedes-Benz als bisher einziger Hersteller geschafft, die Anforderungen für das Umweltzeichen Blauer Engel bei einem Omnibus mit Dieselantrieb zu erfüllen.

Das Gütesiegel wird dank emissionsarmem Antrieb und umweltfreundlicher Produktion für den Citaro Blue-Tec 5 verliehen. Im einzelnen zeichnet das Fahrzeug aus:

-Niedrige Geräuschemission innen und außen
-Motor der die Emissionsgrenzwerte nach der Abgasnorm EURO V einhält
-Keine Verwendung von ozonschädigenden Stoffen
-Geringes Treibhauspotenzial bei Kältemitteln und Lackierung
-Frei von Schwermetallen und weniger als 130 Gramm Lösemittel pro Quadratmeter

Mit dem Blauen Engel wird die Umweltbilanz des Verkehrsmittels Bus weiter verbessert. Denn der Bus trägt per se schon zum aktiven Klimaschutz bei. Ein fahrgastfreundlicher Niederflurbus verbraucht bei einem mittleren Besetzungsgrad nur knapp 2,5 Liter Dieselkraftstoff pro 100 km und Fahrgast.

Demgegenüber beträgt der Durchschnittsverbrauch aller Pkws heute noch etwa 6,6 Liter pro 100 km und Fahrgast bei einem mittle-ren Besetzungsgrad eines Pkws mit 1,2 Personen. In der Verkehrsspitze benötigen Linienbusse im Stadtverkehr sogar weniger als einen halben Liter Diesel pro 100 km und Fahrgast.





Für die spezifischen CO2-Emissionen (pro Fahrgast) bedeutet dies, dass ein durchschnittlich besetzter Linienbus weniger als ein Drittel eines durchschnittlich besetzten Pkws emittiert. In der Verkehrsspitze beträgt die CO2-Emission eines Linienbusses (pro Fahrgast und 100 km) sogar nur etwa 5 Prozent der vergleichbaren Pkw-Emission. Jeder, der in der Rush-Hour anstelle eines Pkw den Linienbus nimmt, vermeidet also 95 Prozent CO2.

Ein neues Element im RSV-eigenen Klimaschutzprogramm ist die Zusammenarbeit mit Global Woods. Ziel ist es, den ohnehin schon umweltfreundlichen ?Blauen Engel? CO2-neutral zu fahren. Der Omnibus verbraucht Kraftstoff, dabei entsteht CO2.
Bäume brauchen CO2 zum Leben. Die vom gebürtigen Reutlinger Dr. Manfred Vohrer gegründete Global Woods AG forstet in Argen-tinien, Paraguay und Uganda Waldgebiete auf und trägt so zur dauerhaften Bindung von CO2 bei. Wo aufgeforstet wird, spielt dabei keine Rolle, denn CO2 und andere gasförmige Stoffe gelangen in kürzester Zeit an jeden Punkt der Erde, egal woher sie ursprünglich stammen. Um die annähernd 60 Tonnen CO2-Ausstoss eines Gelenkbusses im Jahr zu binden, ist es für den klimaneutralen Betrieb notwendig, 120 Bäume anzupflanzen. Global Woods garantiert der RSV mit TÜV-Zertifikat, dass der Klimahandel nicht nur symbolisch mit der Außengestaltung des neuen Busses nachvollzogen wird, sondern in den Anbaugebieten dauerhaft zum weltweiten Klimaschutz beiträgt.

Die RSV hat auch auf der Suche nach einem klimaverträglichen Kraftstoff über die Jahre hinweg einige Möglichkeiten geprüft.Neben Probefahrten mit gasbetriebenen Bussen, wurden Fahrzeuge mit Rapsöl oder Biodiesel (Rapsmethylester) betrieben. Bis Hybrid-fahrzeuge, bestenfalls mit Brennstoffzellen zu marktgerechten Preisen zu erwerben sind, konzentriert sich die RSV auf eine baldige Betankung mit BTL-Kraftstoffen (Biomass to Liquid). Dieser sogenannte Bio-Kraftstoff der zweiten Generation wird aus Biomasse synthetisiert, welche nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeu-gung tritt. Zudem werden durch den Einsatz dieses pflanzlichen Kraftstoffes die Stickoxyd und Partikelemissionen weiter reduziert.

Zusammenfassend hat sich die RSV ein 4-stufiges Umweltprogramm auf die Fahne geschrieben.

1.Hervorheben der busspezifischen Umweltvorteile, wie niedri-ge Emissions- und Verbrauchswerte je Fahrgast und Kilometer
2.Einsparung von Kraftstoff und Reduzierung von Emissionen durch moderne Motoren- und Abgastechnik. Schulung des Personals zu kraftstoffsparender Fahrweise
3.Schnellstmöglicher Umstieg auf BTL-Kraftstoffe (SunDiesel, Eco-Par)
4.Bindung des freigesetzten CO2 durch äquivalente Aufforstung



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